



Glühwürmchen
Sobald du wieder da bist, vermisse ich dich auch schon wieder. Du wirfst ein Licht auf einen dunklen Winkel, in dem sich der Schatten umtreibt, dass ich dir nicht nah sein kann. Je entfernter du bist, desto heller das Licht, bis ich mich umwenden muss.
Dann lebe ich abgewandt in Ruhe, aber ohne dein beunruhigendes Licht, das du in meinen dunklen Winkel wirfst. Ich erkenne mich so lange nicht, bis du wieder da bist.
Meine Zuneigung zu dir ist, als schritte man in der Nacht durch einen Sommergarten voll Tau und Düften. Alles ist schemenhaft, bis man den Blick auf das Glühwürmchen richten kann. Es irrt durch die Luft und während es etwas sucht, gibt es dem Blick Orientierung. Es sucht nicht mich, aber kurz landet es auf meiner Hand. Je mehr ich es freilasse, desto mehr kann ich sein Leuchten sehen. Es lebt nur für seine Suche und verlöre seinen Zweck, würde ich es nicht wieder fliegen lassen. Ich lasse es frei und mein Blick versucht noch lange, ihm zu folgen, aber schon hat es sich in Duft und Schatten verloren.
MIMIKRITHU
